Waldböckelheimer Maschinenbauer investiert in die Zukunft

Waldböckelheimer Maschinenbauer investiert in die Zukunft

Waldböckelheim. Der Maschinenbauer Stroh ist ein gutes Beispiel für die Innovationskraft und das unternehmerische Geschick kleiner mittelständischer Betriebe. Seit Jahren konzentriert sich der Familienbetrieb erfolgreich auf die Entwicklung und Fertigung von Spezialmaschinen für die Getränkeindustrie und Winzer. Im November des vergangenen Jahres erfolgte der Umzug vom ehemaligen Drahtwerk in eine neue moderne Fertigungshalle im Gewerbegebiet an der Hüffelsheimer Straße. Dafür wurden 1,5 Millionen Euro investiert.

Die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen und der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt (beide SPD) zeigten sich bei der Besichtigung beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Betriebs – der derzeit 18 Mitarbeiter beschäftigt.  Vor vielen Jahren hatte Helmut Stroh selbst die erste Sterilisationsmaschine für einen Winzerbetrieb an der Nahe entwickelt. Leider, ohne sich dafür das Patent zu sichern, wie er heute bedauernd feststellt. Der Bau dieser Sterilisatoren bildet zwischenzeitlich „das Rückgrat“ des Unternehmens, so Stroh. Darüber hinaus erfüllt das Waldböckelheimer Unternehmen mit seinem Know-how im Bereich der Abfüllmaschinen die hohen Ansprüche seiner Kundschaft.

Egal ob Wein, Säfte oder Spirituosen, die Maschinen werden nach den Kundenwünschen individuell mit Hilfe moderner Konstruktions- und Fertigungstechniken gebaut. Dazu gehören auch Getränkeabfüllanlagen, die 10.000 Flaschen je Stunde füllen. Der Großteil der benötigten Teile wird selbst hergestellt, die Zulieferrate ist sehr gering. Stroh liefert zwischenzeitlich Getränkemaschinen in die ganze Welt: Spezialmaschinen aus Waldböckelheim stehen u.a. in Neuseeland und Mauritius. „Nach Russland geht wegen dem Embargo derzeit nix. Zum Glück, ist der heimische Markt für uns am wichtigsten“, stellt Stroh fest. Der 72-jährige hat auch die Zukunftssicherung seines Betriebes im Auge: So sind seine beiden Söhne schon seit Jahren in den Produktionsbereich eingebunden.

Auch die Themen Ausbildung und Fachkräfte kamen im Gespräch mit der Ministerin und dem Abgeordneten zur Sprache. Derzeit absolviere ein Auszubildender im Rahmen eines dualen Studiums seine praktische Ausbildung bei Stroh. Weiter auf der Suche ist die Firma nach qualifizierten Elektromechanikern und Zerspanungstechnikern. „Wir könnten noch mehr Aufträge entgegen nehmen, wenn wir gute Fachkräfte finden würden“, so der Firmenchef. „Kompetente Umsetzung der speziellen Kundenwünsche ist der Schlüssel, um  als Familienbetrieb erfolgreich zu sein. Dies gelingt Stroh hervorragend“, so das gemeinsame Fazit von Ahnen und Alt nach ihrem Besuch.