Kreis erhält ca. 376.000 Euro Mittel zur Förderung der Inklusion

Kreis erhält ca. 376.000 Euro Mittel zur Förderung der Inklusion

Der Kreis Bad Kreuznach erhält am 01. März die erste Jahresüberweisung des Landes in Höhe von ca. 376.000 Euro zum Ausbau der Inklusion. Darauf weisen die SPD-Landtagsabgeordneten Carsten Pörksen und Dr. Denis Alt hin. Beide sind auch Mitglied des Kreistages.

Zusätzlich zu den Mitteln, die dem Landkreis zur Verfügung gestellt werden, erhält die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim ca. 4.100 Euro, die Stadt Bad Kreuznach ca. 12.900 Euro und die Verbandsgemeinde Rüdesheim ca. 3.000 Euro zur Förderung der Inklusion.

Das Land und die kommunalen Spitzenverbänden haben Ende 2014 vereinbart, den Kommunen künftig jährlich zehn Millionen Euro für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern, für die sogenannte Inklusion, zur Verfügung zu stellen. Inzwischen steht fest, welchen Förderanteil die einzelnen Gebietskörperschaften vom Gesamtbudget erhalten.

„Mehr gemeinsamer Unterricht ist ein Baustein zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland ratifiziert hat“, betonen Pörksen und Dr. Alt. „Inklusion stellt Bund, Land und Kommunen vor große Herausforderungen. Dass das Land die Kommunen bei der Umsetzung unterstützt, ist eine gute Nachricht. Es hilft vielerorts Schulen, in denen gemeinsamer Unterricht organisiert wird.” Der Kreis Bad Kreuznach gehört nach Angaben der Abgeordneten zu den Kreisen mit der höchsten Fördersumme.

Die rot-grüne Landesregierung setzte sich für die Wahlfreiheit der Eltern behinderter Kinder ein. „Denn Mütter und Väter kennen ihr Kind am besten und können daher auch am besten entscheiden, ob die Förderschule oder eine Schwerpunktschule der geeignete Förderort ist“, betonen Pörksen und Dr. Alt. „Daher sind der Erhalt von Förderschulen, der Ausbau des Inklusions-Angebots an Schwerpunktschulen sowie eine weitere Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer wichtig. Die Landesmittel stellen sicher, dass die Schaffung eines größeren Angebots von gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen der Nachfrage entsprechend abgedeckt wird.“

Im Übrigen könne im Kreis Bad Kreuznach an der Förderschule am Ellerbach zum Schuljahreswechsel 2015/2016 im Sommer dieses Jahres die Einrichtung eines Förder- und Beratungszentrums erfolgen, wenn sämtliche Unterlagen rechtzeitig vorgelegt werden, haben  die beiden Abgeordneten aus dem Ministerium erfahren.

Bildquelle: Wikipediaautor Avij