„Krankenhaus ist extrem wichtig für die Region“

„Krankenhaus ist extrem wichtig für die Region“

Das eine oder andere kam dem Landtagsabgeordneten Dr. Denis Alt (SPD) bei seinem Besuch im Diakonie Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie in Kirn noch bekannt vor. Und auch ein paar Mitarbeitende erinnerten sich noch an den heute 34-Jährigen. „Dadurch, dass ich 2000 bis 2001 meinen Zivildienst hier gemacht habe, habe ich einen persönlichen Bezug zum Kirner Krankenhaus. Außerdem bin ich hier geboren“, verriet Alt. Vor einem Jahr hatte er als Nachfolger den Wahlkreis Bad Sobernheim/Kirn von Peter-Wilhelm Dröscher übernommen. „Momentan schaue ich mir soziale Einrichtungen in meinem Wahlkreis an. Da darf das Krankenhaus natürlich nicht fehlen.“

Joachim Krekel, Geschäftsführer Geschäftsfeld Krankenhäuser und Hospizes und Reiner Halberstadt, Pflegedienstleiter des Diakonie Krankenhauses Kirn, legten Alt die aktuelle Situation in Kirn und die Perspektiven für das Krankenhaus dar. Einmal mehr wurde deutlich, dass es gerade kleine Kliniken im ländlichen Bereich enorm schwer haben. „Ohne einen großen Träger wie die Stiftung kreuznacher diakonie im Hintergrund würde das Haus wahrscheinlich nicht mehr bestehen“, sagte Krekel. „Es ist eine große Herausforderung, der wir uns aber stellen. Wir möchten das Kirner Krankenhaus langfristig sichern und damit die Grundversorgung für die Region Kirn gewährleisten.“

Dazu sollen vor allem elektive Behandlungsbereiche wie die Wirbelsäulenorthopädie und die Endoprothetik weiter ausgebaut werden. Durch eine engere Zusammenarbeit mit dem Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach soll auch die viszeralchirurgische Grundversorgung sichergestellt werden. Die unfallchirurgische Versorgung ist direkt im Diakonie Krankenhaus Kirn gegeben. Außerdem bestehe die Option, Praxen am Krankenhaus anzusiedeln. „Wir sind offen, mit Niedergelassenen zusammenzuarbeiten“, betonte Krekel.

Auf dem Gebiet der Inneren Medizin gehe es darum, das bestehende Spektrum, etwa in der Diabetologie auszubauen. Das Nachbesetzungsverfahren für Chefarzt Dr. Peter Jungblut, der im November in Ruhestand gehe, sei eingeleitet. Krekel und Halberstadt machten deutlich, dass das geplante Krankenhaustrukturgesetz zwar punktuell einzelne Verbesserungen enthalte. Diesen stünden jedoch massive finanzielle Verschlechterungen für die Krankenhäuser gegenüber.

Dr. Denis Alt sprach sich dafür aus, sich für das Diakonie Krankenhaus in Kirn einzusetzen. „Es ist extrem wichtig für die Stadt Kirn und die Region, ein Krankenhaus vor Ort zu haben. Zum einen geht es um die wohnortnahe Versorgung. Zum anderen ist das Haus natürlich auch ein wichtiger Arbeitgeber“, sagte Alt. Beim Rundgang durch die Klinik zeigte er sich erstaunt, wie viel sich in den vergangenen Jahren getan hat. „Es ist schön zu sehen, wie sich die einzelnen Abteilungen weiterentwickeln und wie sich das Haus gut für die Zukunft aufstellt“, so Alt.