Hausgemeinschaftskonzept sorgt für strukturierten Alltag Demenzkranker – Landtagsabgeordneter Denis Alt im Haus Maria Königin

Hausgemeinschaftskonzept sorgt für strukturierten Alltag Demenzkranker – Landtagsabgeordneter Denis Alt im Haus Maria Königin

Der Landtagsabgeordnete Denis Alt (SPD) aus Bad Sobernheim besuchte im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise das Haus Maria Königin in Kirn – eine Einrichtung für pflegebedürftige Menschen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Die Wahl einer Pflegeeinrichtung ist immer eine ganz individuelle Entscheidung der Betroffenen und der Familienangehörigen. Sie orientiert sich meist an dem Pflege- und Betreuungsbedarf des betreffenden Menschen und den Angeboten der jeweiligen Häuser. Auch die örtliche Nähe zum familiären Umfeld spielt oft eine Rolle.

Unsere Region verfügt über eine Vielzahl guter Alten- und Pflegeeinrichtungen in sehr unterschiedlicher Trägerschaft. Langzeitpflege, Kurzzeitpflege und Betreutes Wohnen gehören zu den Pflege- und Betreuungsvarianten – wie auch im Haus Maria Königin.  Die Bewohner hätten sehr individuelle Bedürfnisse an Unterstützung und Pflege, darauf habe man sich personell und organisatorisch eingestellt, so der Leiter der Einrichtung, Michael Hartmann, bei seiner Führung des Landtagsabgeordneten durch das Haus in der Dhauner Straße.

Für Menschen mit Demenz hat man beispielsweise das sogenannte Hausgemeinschaftskonzept entwickelt. Hier leben Demenzkranke in dezentralen Hausgemeinschaften, die weitgehend selbstständig sind. Der Tagesablauf besteht aus festen Ritualen und ist klar strukturiert.  Jede Gemeinschaft hat einen festen Ansprechpartner – einen „Alltagsbegleiter“. Dieser stärke die Kompetenzen und gleiche die Defizite bei den Fähigkeiten aus, erläutert Hartmann. Zudem seien „Normalität“ und „familienähnliche Strukturen“ nicht nur für Demenzkranke wichtig. Grundsätzliches Ziel von Pflege und Betreuung sei die Erhaltung der Selbstständigkeit.

Derzeit bietet das Haus Maria Königin 75 Pflege- und Betreuungsplätze an. In drei Wohnbereichen stehen 17 Einzelzimmer und 29 Zweibettzimmer zur Verfügung. Allerdings ist ein Umbau geplant, der in den nächsten Jahren realisiert werden soll. Das Fazit von Alt nach seinem Besuch: „Ich war beeindruckt von der Herzlichkeit des Personals und der ‚Wärme des Hauses‘. Ich bin sicher, dass dieser Geist auch in Zukunft nach der Modernisierung erhalten bleibt.“