“Bedarf an Unterstützungsleistungen im Alltag ist groß“ – Dr. Denis Alt beim Pflegestützpunkt in Bad Sobernheim

“Bedarf an Unterstützungsleistungen im Alltag ist groß“ – Dr. Denis Alt beim Pflegestützpunkt in Bad Sobernheim

Hilfe beim Einkauf und im Haushalt, Begleitung beim Arztbesuch oder die stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger, das sind nur einige Beispiele für Unterstützungsleistungen im Alltag von Pflegebedürftigen oder deren Familienangehörigen. Bei diesen Hilfs- und Betreuungsangeboten besteht ein großer Bedarf, wie der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt (SPD) im Gespräch mit Christa Herzog und Stefanie Klein vom Pflegestützpunkt Bad Sobernheim erfuhr. „Die Nachfrage nach haushaltsnahen Dienstleistungen, der Alltagsbegleitung und stundenweiser Betreuung ist vorhanden, was fehlt sind Angebote dieser Dienste vor Ort“, stellt Dipl.-Sozialarbeiterin Herzog aus ihrer Praxiserfahrung fest. Es sei gut, dass hierzu eine neue Landesverordnung zur Anerkennung und Förderung dieser Dienste von privatwirtschaftlichen Anbietern durch das rheinland-pfälzische Sozialministerium in Planung sei.

Voraussetzungen zur Anerkennung dieser sogenannten niedrigschwelligen Hilfs- und Betreuungsangebote sind unter anderem, dass ein direkter Bezug zum Pflegealltag besteht, Grundkenntnisse über Krankheitsbilder und den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen sowie Notfallwissen nachgewiesen werden. Zur Basisqualifizierung gehören auch Kenntnisse über die Methoden der Betreuung und Beschäftigung der Menschen. Dieses Grundwissen sei notwendig und sichere die Qualität der Unterstützungsleistungen, bestätigen Stefanie Klein und Christa Herzog. Die Betreuung pflegebedürftiger Menschen zu Hause stellt die meisten Familien vor große Herausforderungen. „Daher ist es wichtig, privatwirtschaftliche Anbieter mit guten Angeboten zu gewinnen und den Anspruch der Betroffenen auf diese Leistungen zu verbessern“, so der Landtagsabgeordnete. Denis Alt wird sich zu dem Thema schriftlich an die zuständige Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wenden.

Hintergrundinformationen: Angebote zur Unterstützung im Alltag

Der Gesetzgeber will im Rahmen der Pflegeversicherung nach und nach die Möglichkeiten der Inanspruchnahme und Finanzierung zusätzlicher entlastender Betreuungsleistungen ausbauen. “Angebote zur Unterstützung im Alltag” tragen dazu bei, Pflegepersonen zu entlasten und helfen Pflegebedürftigen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbständig bewältigen zu können. Pflegestützpunkte beraten hierzu umfassend, anbieterunabhängig und kostenlos für die Betroffenen und Ratsuchenden. Dabei gilt der Beratungsgrundsatz „ambulant vor stationär“, mit dem Ziel, die häusliche Versorgung solange wie möglich zu fördern.