Entscheidung nochmals überprüfen: Keine Bankgeschäfte mehr in der Postfiliale – Alt schreibt an Bankvorstand

Mit dem Umzug der Postfiliale in die Staudernheimer Straße und dem Pächterwechsel hat die Deutsche Postbank im vergangenen Monat zum Bedauern vieler Postbankkunden den Bankdienstleistungsservice eingestellt. Das heißt: Bankgeschäfte können in der Postfiliale nicht mehr abgewickelt werden. Der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt (SPD) greift die vermehrten Hinweise hierzu in seiner Bürgersprechstunde in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Postbank AG auf und bittet die Verantwortlichen die Entscheidung zu überdenken.

„Gerade für ältere Kunden bedeutet die Einstellung der Bankdienstleistungen in der Bad Sobernheimer Postfiliale einen gravierenden Einschnitt und somit eine Verschlechterung der Serviceangebote in Bad Sobernheim“, so Denis Alt. Für den Landtagsabgeordneten ist es durchaus vorstellbar, dass der neue Pächter der Postfiliale in Bad Sobernheim, der auch ab 1. Juni 2018 die Postfiliale in Kirn (dort mit Postbank-Service) betreibt, auch den Bankdienstleistungs-Service in Bad Sobernheim weiterführt.

Er weist auch darauf hin, dass die Stadt Bad Sobernheim mit rund 6.600 Einwohnern bei steigender Einwohnerzahl eine „Einkaufsstadt“ für die Ortschaften in der Umgebung darstelle und auch als Kurstadt ein attraktiver Wohnort sei. Das sich daraus ergebende Potenzial im Bankgeschäft kann nach Einschätzung von Alt jedoch nur erfolgreich genutzt werden, wenn entsprechende Serviceleistungen vor Ort angeboten werden. Vor diesem Hintergrund bittet Denis Alt den Bankvorstand, die Entscheidung nochmals zu überprüfen und ein Gespräch mit dem Betreiber der örtlichen Postfiliale zu führen, um die Möglichkeiten zum Weiterbetrieb des Postbank-Services auszuloten. Alt versteht sein Schreiben als Appell an den Postbank-Vorstand, denn eine echte Einflussmöglichkeit auf die Geschäftspolitik der Deutsche-Bank-Tochter habe die Politik nicht – anders als beim Briefgeschäft der gelben Post.