Denis Alt zur neuesten Einstufung der Ortsumgehung Martinstein im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) durch Bundesverkehrsminister Dobrindt: Viel Schatten – ein wenig Licht

Denis Alt zur neuesten Einstufung der Ortsumgehung Martinstein im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) durch Bundesverkehrsminister Dobrindt:  Viel Schatten – ein wenig Licht

Auf den ersten Blick ist die Änderung des Planungsansatzes für die Ortsumgehung Martinstein zu begrüßen. Dank dem Engagement vieler, konnte die katastrophale Einstufung im ersten Entwurf des BVWP von Bundesverkehrsminister Dobrindt abgemindert werden. Bei Lichte betrachtet, ist jedoch die jetzige Planungskategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ nicht mehr als ein Trostpflaster für die Region und bedeutet, dass die Realisierung der Ortsumgehung auf die „lange Bank“ geschoben wird.

Die neue Einstufung ist letztendlich alles andere als zufriedenstellend für Martinstein und die gesamte Bundesstraße 41, wenn man weiß, dass die Ortsumgehung Martinstein bereits seit Jahrzehnten im „Vordringlichen Bedarf“ war und die aktuelle Herabstufung eine eindeutige Verschlechterung für die Aussicht auf Realisierung bedeutet. Die neue Entscheidung des Bundesverkehrsministers bezüglich Martinstein bedeutet, dass die Menschen in Martinstein und die vielen Pendler unserer Region auch weiterhin noch lange auf die Ortsumgehung werden warten müssen. Die Ortsumgehung Martinstein ist nicht nur für die Menschen der Gemeinde von großer Bedeutung, sondern die gesamte B 41 als Lebensader, wichtige rheinland-pfälzische Querverbindung und Zubringerstraße in der Region hat verkehrspolitisch und somit auch wirtschaftlich einen hohen Stellenwert. Daher bedarf es weiterhin konzertierten Handelns, um die Weiterentwicklung voranzutreiben.

Die Einstufung des Ausbaus der B41 zwischen Steinhardt und Waldböckelheim ist hingegen sehr positiv zu beurteilen. Der Streckenabschnitt wird damit konsequent gemäß seiner Verkehrsbedeutung weiterentwickelt.