Denis Alt setzt sich für eine angemessene Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeit im Jagdwesen ein – Staatssekretär Dr. Griese sagt Unterstützung zu

Der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt (SPD) forderte in einem Schreiben an den zuständigen Staatssekretär Dr. Thomas Griese im rheinland-pfälzischen Umweltministerium eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Mitglieder des Prüfungsausschusses zur Abnahme der staatlichen Jägerprüfung. In seiner Antwort unterstützt Staatssekretär Griese die Forderung des Abgeordneten. Die zuständige Obere Jagdbehörde in Neustadt an der Weinstraße wird „die Angelegenheit nach den Sommerferien in Angriff nehmen“ und auf Landkreisebene mit den Unteren Jagdbehörden im September bei der nächsten Dienstbesprechung erörtern, teilte Griese mit.

Derzeit liegt die Pauschale für diese Aufwandsentschädigung unter dem Mindestlohnstundensatz und ist zudem seit vielen Jahren unverändert geblieben. Außerdem ist kein Fahrkostenersatz für dieses Ehrenamt vorgesehen.  Durch zahlreiche Prüfungstermine, die zwei Jägerschulen im Landkreis Badkreuznach, nämlich der Jägerlehrhof Harald Wolf in Burg Layen und die Jägerschule Wildmeister Siegfried Seibt auf der Ebernburg mit sich bringen, ist die fast 20-köpfige ehrenamtliche Prüfungskommission im Landkreis im Vergleich zu anderen Prüfungskommissionen im Land besonders gefordert. Erfreulich war immerhin bislang für die hiesige Kreiskasse, dass die Kandidatinnen und Kandidaten mit bundesweiter Herkunft, die sich bei der Unteren Jagdbehörde im Landkreis zum „Grünen Abitur“ anmelden, eine beträchtliche Summe an Prüfungsgebühren im Kreis lassen.

Rund 25 Prüfungstermine mit jährlich circa 130 Prüflingen sind von den Prüfern, erfahrene Jägerinnen und Jäger aus der Region, zu bewältigen. „Mit dem ehrenamtlichen Engagement als Prüfer für die Untere Jagdbehörde wird die Durchführung der Vielzahl der Jägerprüfungen im Landkreis sichergestellt und hierfür ist eine angemessene Aufwandsentschädigung angebracht“, so Denis Alt.

Kreisjagdmeister Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt kann dem als Kommissionsvorsitzender nur zustimmen: „Wir sind froh, durch die Vielzahl der Prüfungsvorgänge mit Teilnehmern zweier etablierter Jagdschulen unsere sehenswerte Region bundesweit bekannt zu machen. Die meisten Prüflinge halten sich in ihren Kursen mehrere Wochen in unserer Gegend auf und investieren dabei viel Geld in Gebühren, Unterbringung und Verpflegung. Zudem sorgen wir in anspruchsvollen Prüfungen, die den besonnenen und ethisch verantwortbaren Umgang mit der Jagdwaffe genauso beachten wie die Bereitschaft zu hohem ökologischem Engagement, dafür, dass der Jägernachwuchs nicht ausbleibt. Es ist darum eine Selbstverständlichkeit, dass finanzielle Auslagen engagierter Prüfer in Examina auf akademischem Niveau auch durch akzeptable Pauschalen ersetzt werden. Nur durch Zusetzen kann man nicht wirtschaften. Wir bedanken uns für diese Initiative des Herrn Dr. Alt.“