Bundesverkehrswegeplan in Arbeit – Alt und Noss: Dringlichkeit in Hochstetten-Dhaun muss Beachtung finden

Bundesverkehrswegeplan in Arbeit – Alt und Noss: Dringlichkeit in Hochstetten-Dhaun muss Beachtung finden

Die Ortsumgehung der Bundesstraße 41 in Hochstetten-Dhaun ist ein Projekt, dessen Umsetzung lange auf sich warten lässt. „Seit über 40 Jahren ist die Ortsumgehung in Planung und im Jahr 2013 ist bereits der Planfeststellungsbeschluss hierfür ergangen“, wissen Hans Helmut Döbell, Ortsbürgermeister von Hochstetten-Dhaun und Verbandsgemeindebürgermeister Werner Müller. Dass die Ortsumgehung hohe Dringlichkeit aufweist, beweisen die ca. 20.000 Fahrzeuge pro Tag, die die Anwohner mit Lärm- und Schadstoffbelastung seit Jahren an ihre Belastungsgrenzen bringen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur befindet sich zurzeit weiterhin in der Prüfung aller Projekte, die für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet wurden. Bei mehreren tausend angemeldeten Projekten wurde die Dauer des Prozesses bereits im vergangenen Jahr bis Ende 2015 geschätzt. Laut aktueller Information von Gustav Herzog (SPD), werden die erwähnten Projektprüfungen voraussichtlich bis September diesen Jahres andauern; Im Anschluss folgt eine Dringlichkeitsprüfung, an die voraussichtlich ab Oktober eine Veröffentlichung des Gesamtplanentwurfs folgt. Zu diesem können sich dann sechs Wochen lang alle Interessierten online oder schriftlich äußern.

Den Fraktionsbesuch in Berlin nutzten die Abgeordneten Dr. Denis Alt und Hans Jürgen Noss, um noch einmal bei Gustav Herzog auf die Dringlichkeit der Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun hinzuweisen und sich nach dem aktuellen Stand der Planung zu erkundigen. „Die B41 ist die Lebensader der Naheregion und einzige Anbindung an den rheinhessischen Wirtschaftsraum um Mainz, Frankfurt und Wiesbaden über die A61/A60 sowie über die A1/A62 nach Saarbrücken, Kaiserslautern und Trier“, so Denis Alt. Die Abgeordneten fürchten, dass eine ganze Region mittelfristig abgehängt wird, sollte der Ausbau nicht konsequent weitergeführt werden. „Besonders die Region um Idar-Oberstein und Birkenfeld braucht eine gut ausgebaute Bundesstraße 41. Sie stellt einen wichtigen Standortfaktor dar“, so Hans Jürgen Noss.

Im Gespräch mit den Abgeordneten im Vorfeld des Fraktionsbesuchs in Berlin, wies Hans Helmut Döbell noch einmal besonders auf die Bedeutung einer Umgehungsstraße für die Menschen in Hochstetten-Dhaun hin: „Seit 40 Jahren wird diese Ortsumgehung nun diskutiert. Jedes Jahr steigt das Verkehrsaufkommen durch Hochstetten-Dhaun und die umliegenden Orte. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf um die Menschen vor Ort zu entlasten.“

Alle Beteiligten hoffen nun auf positive Nachrichten aus Berlin nach Abschluss des Bundesverkehrswegeplans, um die Region sowohl besser anzubinden, als auch die Menschen vor Ort von Lärm und Schadstoffen zu entlasten.