Alt: „Schwimmbad-Dauerkarten erweitern“ – Landtagsabgeordneter zeigt in Auen Vorteile der Fusion Nahe/Glan auf

Alt: „Schwimmbad-Dauerkarten erweitern“ – Landtagsabgeordneter zeigt in Auen Vorteile der Fusion Nahe/Glan auf

Auen: Landtagsabgeordneter Denis Alt informiert über die geplante Fusion der Verbandsgemeinden Bad Sobernheim und Meisenheim.

Als erster in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim hat der Ortsgemeinderat Auen zur Bürgerversammlung hinsichtlich der Fusion mit Meisenheim eingeladen. Ortsbürgermeister Andreas Seidenzahl und Beigeordneter Torsten Baus zeigten sich daher erfreut, dass der Landtagsabgeordnete Denis Alt die Überlegungen erstmals in der Soonwaldgemeinde präsentierte.

Wo kommt das Bürgerbüro hin? Werden Verwaltungsmitarbeiter ihren Job verlieren? Hat die Fusion auch Folgen für die Schulen im Gesamtgebiet? Die Bürgerinnen und Bürger, die sich auch aus umliegenden Dörfern wie Monzingen, Langenthal oder Winterburg in der Getzbachhalle eingefunden hatten, interessierten sich vor allem für die Auswirkungen, die eine solche Zusammenlegung mit sich bringe. Alt konnte die Befürchtungen entkräften: „Es wird kein Beschäftigter im Zuge der Fusion betriebsbedingt entlassen werden, nur der Arbeitsort wird sich für manche ändern. Aber wir dürfen nie vergessen, dass wir es hier mit keinen weiten Wegen zu tun haben.“

Auch beim Thema Schulen müsse niemand negative Folgen fürchten. Schulen hingen mit Schulbezirken zusammen und eine Änderung stehe derzeit gar nicht zur Debatte. Bürgerbüros, so Alt, werde es in Zukunft zwei geben. „Das hat sogar einen Vorteil, den es im Moment noch nicht gibt. Jeder Bürger und jede Bürgerin der Verbandsgemeinde hat damit künftig die Wahl. Besucht jemand aus Auen gerade Verwandte in Meisenheim, kann er auch dort zum Bürgerbüro gehen und seinen Personalausweis verlängern. Das wird ganz normal werden.“

Häufig komme auch die Frage nach Schwimmbädern. „Es gibt keine Regelung, die einer Verbandsgemeinde vorschreibt, nur ein Schwimmbad zu betreiben. Deshalb denkt gerade auch niemand an eine Schließung eines der beiden Bäder. Ich habe sogar den Vorschlag gemacht, dass Dauerkartenbesitzern eingeräumt werde sollte, ab der Fusion 2020 mit ihrer Karte beide Schwimmbäder zu besuchen“, sagt Alt. Interessiert zeigten sich die Anwesenden auch hinsichtlich der Abläufe. So würden nach jetzigem Stand die Mandatszeiten der Ratsmitglieder verlängert und die VG-Wahlen im Herbst 2019 losgelöst von der allgemeinen Kommunalwahl stattfinden. Schließlich wären sonst Ratsmitglieder von Mai 2019 bis zur Fusion am 1. Januar 2020 quasi handlungsunfähig. Dies solle durch die entkoppelte Wahl vermieden werden.

Denis Alt gab auch einen Einblick auf die Überlegungen von Landesseite. Die Verbandsgemeinde Meisenheim schrumpfe stark. Im Jahr 2000 hätten noch rund 8700 Einwohner zur VG gezählt, 2016 seien es bereits rund 1000 weniger gewesen. Da Meisenheim einen Gebietsänderungsbedarf habe, stellte sich dann die Frage, mit wem Meisenheim eine Partnerschaft eingehen sollte. Dass die Planungen nun einen Zusammenschluss mit Bad Sobernheim vorsehen, passe laut Alt besonders gut.

„Geografisch und menschlich passt das einfach“, betont der SPD-Landtagsabgeordnete. Auch die relevanten Themen vom Flusstourismus über die gemeinsame Regio-Buslinie bis hin zu den kulturellen Schätzen, die beide Verbandsgemeinden aufweisen. Gemeinsam könnten beide in Zukunft einfach noch mehr bieten. Und zusammen seien beide dann auch auf Kreisebene ein starkes Gespann, das die Interessen von Nahe und Glan einflussreicher geltend machen könne.